So funktioniert EnergyClass
EnergyClass schätzt die Energieklasse Ihrer Immobilie in wenigen Sekunden, ausgehend von einer kleinen Menge leicht verfügbarer Daten. Die Schätzung ist unverbindlich — sie ersetzt keinen rechtsgültigen Energieausweis (EPC, APE, DPE, Energieausweis).
Die Berechnungsmethode
Die Rechen-Engine kombiniert drei Hauptfaktoren:
1. Gebäudehülle
Die Qualität der Gebäudehülle (Wände, Dach, Fenster) bestimmt, wie viel Wärme im Winter verloren geht und im Sommer aufgenommen wird. Wir verwenden Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte), die für Baujahr und Gebäudetyp typisch sind und aus Studien sowie nationalen Vorschriften abgeleitet werden. Eine Wanddämmung oder ein gedämmtes Dach verbessert die Schätzung erheblich.
2. Heizungsanlagen
Der Typ des Wärmeerzeugers (Standardkessel, Brennwertkessel, Wärmepumpe, Fernwärme) und der Energieträger (Erdgas, Flüssiggas, Heizöl, Strom, Biomasse) bestimmen den Umwandlungswirkungsgrad und den Emissionsfaktor. Eine alte oder ineffiziente Anlage wirkt sich negativ auf die endgültige Klasse aus.
3. Lokales Klima
Die Heizgradtage des Standorts gewichten die benötigte Energie entsprechend dem tatsächlichen örtlichen Klima. Ein Haus in Südspanien benötigt weit weniger Heizenergie als dasselbe Haus in Nordfinnland. Die Klimadaten stammen aus dem Eurostat-Datensatz zu den Heizgradtagen (Heating Degree Days) und aus den nationalen Klimazonen.
Offizielle Energieklassen-Bänder
EnergyClass bildet das Berechnungsergebnis (Bedarf an nicht erneuerbarer Primärenergie, kWh/m²·Jahr) auf die offiziellen nationalen Bänder des Landes ab, in dem sich die Immobilie befindet:
- Italien — Skala A4–G (DM 26/06/2015; doppeltes Kriterium EPgl,nren).
- Frankreich — Skala A–G, doppeltes Kriterium Primärenergie + CO₂-Emissionen (reformierter DPE 2021).
- Deutschland — Skala A+–H (EnEV/GEG).
- Spanien — Skala A–G (RD 235/2013).
- Und so weiter für alle unterstützten europäischen Länder — die genauen Schwellenwerte sind auf den Länderseiten aufgeführt.
Wo zutreffend (z. B. Frankreich), berechnet das System auch die geschätzten CO₂-Emissionen und weist beide Klassen aus (Energie + Emissionen).
Welche Daten benötigt werden
Für die Schätzung benötigen Sie nur:
- Land und Gemeinde (für Klimadaten und nationale Bänder).
- Gebäudetyp (Wohnung, freistehendes Haus usw.).
- Baujahr.
- Wohnfläche in m².
- Fenstertyp (Einfach-, Doppel- oder Dreifachverglasung).
- Wärmeerzeuger und Energieträger.
- Ungefähres Alter des Wärmeerzeugers.
- Vorhandensein einer Wanddämmung und/oder eines gedämmten Dachs.
- Optionale Photovoltaikanlage (kWp) — sie verbessert die Energieklasse.
Fehlende Daten werden automatisch mit für die Kategorie typischen Werten geschätzt.
Was diese Schätzung NICHT ist
EnergyClass erstellt keinen rechtsgültigen Energieausweis. In Italien heißt dieser APE (Attestato di Prestazione Energetica) und darf nur von einer qualifizierten Fachkraft nach einer Vor-Ort-Begehung ausgestellt werden. In Frankreich ist es der DPE (Diagnostic de Performance Énergétique), in Deutschland der Energieausweis. EnergyClass liefert ausschließlich eine unverbindliche Schätzung, die nützlich ist, um sich vor dem Kauf, der Anmietung oder der Planung einer Sanierung ein Bild vom Stand einer Immobilie zu machen.